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Juni 15, 2012 1 Kommentar

berlinfolgen: Crowdfunding-Projekt der taz und 2470media

berlinfolgen Website

berlinfolgen, ein vielbeachtete Projekt von taz.de und 2470media, soll fortgeführt werden. Um die erforderlichen Mittel dafür aufzubringen, setzten die Macher auf Crowdfounding. Großes Vorbild ist das One in 8 Million Projekt der New York Times.

berlinfolgen ist ein multimediales Foto-Projekt, dass von dem Onlineportal der taz und der Multimedia-Agentur 2470media im vergangenen Jahr umgesetzt wurde und nun eine Fortsetzung finden soll. In berlinfolgen dreht sich alles um außergewöhnliche Persönlichkeiten der Hauptstadt. Diese werden in drei minütigen Kurzreportagen in Bild und Ton vorgestellt. In der Produktion werden O-Töne der Protagonisten aus dem Off, durch Videos und Fotografien ergänzt. Jede Folge begleitet eine Person an Orte, die für diese im Alltag eine wichtige Rolle spielen. Dabei heraus kommt ein Kaleidoskop bestehend aus Ausschnitten des Lebens der Portraitierten. Großes Vorbild von berlinfolgen ist natürlich die multimediale Serie One in 8 Million der Onlineausgabe der New York Times. Hier wurden über ein Jahr besondere New Yorker in ihrem Alltag begleitet und vorgestellt.

Für das Startup 2470media, gegründet von Studenten des Studiengans Fotojournalismus der FH Hannover (wo derzeit das Fotofestival Lumix statt findet), und taz.de ist es nicht die erste gemeinsame Kooperation. Bereits 2010 zur Fussball Weltmeisterschaft, arbeiteten die beiden an dem Spendenprojekt Soccer for Life. Die taz hat Erfahrung damit, alternative Finanzierungsformen auszuprobieren. So setzte man dort mit (begrenztem) Erfolg die Integration von flattr um und appelliert auch sonst mit Buttons an die Spendenbereitschaft der Leser.

Die Web-Serie berlinfolgen soll nun mit weiteren 52 Folgen in die nächste Runde gehen. Um die nötigen Mittel dafür aufzubringen, setzten die Macher auf Crowdfundig. Diese Art der Finanzierung entwickelt sich derzeit für viele Kreative zur einer effektiven Möglichkeit, Arbeiten und Produkte umzusetzen, die sonst, aus finanzieller Sicht, nicht durchführbar wären. Organisiert wird das Sammeln der Gelder über Internet-Plattformen, die die Budgets treu händisch verwalten und nur für den Fall, dass ein Projekt realisiert wird, die gesammelte Summe auszahlen. Begonnen hat dieser Trend in den USA, wo die Startups Kickstarter und indiegogo 2009 online gingen. Jeder Finanzier erhält – je nach der Menge des eingebrachten Geldes – eine Gegenleistung. Wie die amerikanische Dokumentarfilmerin Cheryl Dunn ihr Filmprojekt Everybody Street erfolgreich umsetzte, könnt Ihr hier im Blog nachlesen.

Für die Teilhabe an der Finanzierung von berlinfolgen, winken für die Unterstützer attraktive »Dankeschöns«. Abgewickelt wird das Sammeln der Gelder über die deutsche Plattform Startnext.de. berlinfolgen ist dort mit einer Seite zum Projekt präsent. Dort können sich Interessenten über den aktuellen Stand der Finanzierung informieren (derzeit sind gut 7.000€ der erforderlichen 14.000€ zusammengekommen). Die taz bietet ebenfalls eine Möglichkeit für Unterstützer, die nicht den Weg über eine dritte Plattform gehen möchten, das Geld direkt an die taz zu überweisen.

Wer berlinfolgen unterstützen möchte, hat dafür noch gute zwei Wochen Zeit. Alle Infos bekommt Ihr auf der Website des Projekts.

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